USB Panic Button unter Linux

Wäre es nicht schön bestimmte EDV Prozesse möglichst einfach und ohne Tastatureingabe anstoßen zu können? Genau dieses kann mit dem IT-Spielzeug USB Panic Button realisiert werden. Auf Knopfdruck Server oder Webanwendungen neu starten, per Instant Messaging Benutzergruppen über gleiche und wiederkehrende Dinge informieren oder für ganz Paranoide, verschlüsselte Linux-Partitionen unmounten und mit Nullen überschreiben lassen
Das erste Anwendungsbeispiel (Neustart von Webanwendungen) war Auslöser für meinen Kauf des USB-Geräts. Eine sich auf Grund von application loops und memory leaks ständig aufhängende Webanwendung konnte so für eine Übergangszeit durch die Nutzer der Anwendung selbst neugestartet werden, bis der Hersteller die Probleme gelöst hatte. Positiver Effekt: Die Mitarbeiter freuten sich anfangs regelrecht, wenn die Anwendung wieder hing und sie durch das zeremonielle Betätigen des Panic Buttons im IT-Büro das Problem selbst lösen konnten
Doch leider wird der Panic Button nur mit einer Windows Software ausgeliefert, die lediglich ein Screenshot im Vollbild anzeigt, wenn der Knopf betätigt wurde. Voreingestellt ist ein Screenshot von einem offenen Excel Sheet, dass fleißiges Arbeiten suggerieren soll, wenn der Chef um die Ecke kommt (Chef-Taste). Meines Erachtens eher nutzlos.
Daher habe ich mit USB Sniffertools die Kommunikation zwischen der Windows Software und dem Button mitgeschnitten und analysiert, um eine eigene Software zu entwickeln, die auch andere Aktionen beim Betätigen der Taste durchführen kann. Das Ergebnis ist das Perl-Modul USB::Device::PanicButton, mit dem recht einfach das Gerät unter Linux, prinzipiell aber auch unter Windows ausgelesen werden kann.
Weitere Details zum Perl-Modul und Beispielcodes für C (libhid & libusb), Perl (USB::Device) und CoreFoundation (Mac OS X) findet sich im Wiki.
Ich bin gespannt auf eure Einsatzgebiete und Ideen
